Dienstag, 27. März 2012
Individuelle Meinung oder Gesamtmeinung?
Das Thema verfolgt mich bereits seit einem Zeitpunkt vor meiner Piraten-Zugehörigkeit. Es geht um die Unterscheidung von individueller Meinung einzelner Piraten und der verabschiedeten mehrheitlichen Meinung der gesamten Piratenpartei.
Aktueller Aufhänger ist für mich der taz-Artikel über ein (unausgegorenes) Modell der Sozialpiraten:
http://www.taz.de/Piraten-und-das-Grundeinkommen/!90391/
Die Themenangabe oberhalb der Überschrift ist schon etwas irreführend:
"Piraten und das Grundeinkommen"
Zwar wird unterhalb der Überschrift eigentlich klar definiert, dass es im Artikel nicht um die abgestimmte und verabschiedete Meinung der Piraten-Mehrheit geht:
"... fordert eine Arbeitsgruppe der Piraten."
Es sind also nicht DIE PIRATEN, die das im Text angerissene Modell verabschiedet haben. Es ist eine Arbeitsgruppe. Und es ist ein Modell. Wenn man den Artikel genau liest, steht nirgends, dass es DIE mehrheitliche Piratenmeinung ist.
Trotzdem erzeugt der Artikel bei Lesern - sogar vereinzelt bei Piraten - den Eindruck, dass das 440er-Modell der jetzige Stand der Piratenpartei beim Thema BGE ist.
Warum?
Ich glaube, wir denken immer noch zuviel in Gruppen. Da nehme ich mich nicht einmal aus. Es steht ein Vertreter einer bestimmten Gruppierung vor einem Mikrofon und tönt seine Meinung und seine Ansichten in die Prärie. Ich beziehe die Aussagen des Gruppierungsangehörigen - weil ja beim Video unten in der Bauchbinde gerade seine Organisationszugehörigkeit steht - auf ... eben diese Organisation.
Dazu kommt, dass wir in den Medien beim politischen Diskurs meist nur Meinungen zu hören bekommen haben, die bereits offzieller Standpunkt einer Partei / Organisation war oder zumindest von einer größeren Gruppe innerhalb dieser Partei unterstützt wurde.
Mit Basisdemokratie und Schwarmverhalten ist diese einfache Einordnung nicht mehr so leicht möglich.
Wie kommen wir davon weg?
Ich glaube, das dauert lang und erfordert einfach Fingerspitzengefühl. Und zwar nicht nur - aber auch - seitens der Journalisten, die versuchen müssen noch mehr zu differenzieren. Sondern auch seitens der politisch Aktiven, die manche unausgegorenen Infos einfach nicht in die Presse posaunen sollten.
Das hat einfach nix mit Transparenz zu tun, wenn ich das Bild eines Teiges zeige, unter den gerade eine Eier-Mehl-Pampe gehoben wird. Die Pampe mag nicht nach kulinarischer Höchstleistung aussehen, sagt aber nichts über den fertigen Kuchen aus.
Zeigen wir den Weg zum fertigen Kuchen und geben zu, dass da noch weitere Zutaten reinmüssen.
Die Presse muss aber diesbezüglich ein paar Schritte auf uns zukommen und dieses Differenzieren deutlicher machen. Im Übrigen beziehe ich mich nicht mal auf den oben verlinkten taz-Artikel, denn darin steht sehr deutlich:
"Ganz zufrieden sind die Sozialpiraten mit ihrem Modell selbst noch nicht. Man suche noch nach „weiteren Finanzierungsquellen“, um ein höheres Grundeinkommen zahlen zu können, sagt Stützer. "
Heißt: So sieht der Teig momentan aus. Da fehlen noch Zutaten und außerdem muss er noch in den Ofen. Denn aufgebacken wird bei Piraten erst nach Abstimmung auf einem Parteitag.
Aktueller Aufhänger ist für mich der taz-Artikel über ein (unausgegorenes) Modell der Sozialpiraten:
http://www.taz.de/Piraten-und-das-Grundeinkommen/!90391/
Die Themenangabe oberhalb der Überschrift ist schon etwas irreführend:
"Piraten und das Grundeinkommen"
Zwar wird unterhalb der Überschrift eigentlich klar definiert, dass es im Artikel nicht um die abgestimmte und verabschiedete Meinung der Piraten-Mehrheit geht:
"... fordert eine Arbeitsgruppe der Piraten."
Es sind also nicht DIE PIRATEN, die das im Text angerissene Modell verabschiedet haben. Es ist eine Arbeitsgruppe. Und es ist ein Modell. Wenn man den Artikel genau liest, steht nirgends, dass es DIE mehrheitliche Piratenmeinung ist.
Trotzdem erzeugt der Artikel bei Lesern - sogar vereinzelt bei Piraten - den Eindruck, dass das 440er-Modell der jetzige Stand der Piratenpartei beim Thema BGE ist.
Warum?
Ich glaube, wir denken immer noch zuviel in Gruppen. Da nehme ich mich nicht einmal aus. Es steht ein Vertreter einer bestimmten Gruppierung vor einem Mikrofon und tönt seine Meinung und seine Ansichten in die Prärie. Ich beziehe die Aussagen des Gruppierungsangehörigen - weil ja beim Video unten in der Bauchbinde gerade seine Organisationszugehörigkeit steht - auf ... eben diese Organisation.
Dazu kommt, dass wir in den Medien beim politischen Diskurs meist nur Meinungen zu hören bekommen haben, die bereits offzieller Standpunkt einer Partei / Organisation war oder zumindest von einer größeren Gruppe innerhalb dieser Partei unterstützt wurde.
Mit Basisdemokratie und Schwarmverhalten ist diese einfache Einordnung nicht mehr so leicht möglich.
Wie kommen wir davon weg?
Ich glaube, das dauert lang und erfordert einfach Fingerspitzengefühl. Und zwar nicht nur - aber auch - seitens der Journalisten, die versuchen müssen noch mehr zu differenzieren. Sondern auch seitens der politisch Aktiven, die manche unausgegorenen Infos einfach nicht in die Presse posaunen sollten.
Das hat einfach nix mit Transparenz zu tun, wenn ich das Bild eines Teiges zeige, unter den gerade eine Eier-Mehl-Pampe gehoben wird. Die Pampe mag nicht nach kulinarischer Höchstleistung aussehen, sagt aber nichts über den fertigen Kuchen aus.
Zeigen wir den Weg zum fertigen Kuchen und geben zu, dass da noch weitere Zutaten reinmüssen.
Die Presse muss aber diesbezüglich ein paar Schritte auf uns zukommen und dieses Differenzieren deutlicher machen. Im Übrigen beziehe ich mich nicht mal auf den oben verlinkten taz-Artikel, denn darin steht sehr deutlich:
"Ganz zufrieden sind die Sozialpiraten mit ihrem Modell selbst noch nicht. Man suche noch nach „weiteren Finanzierungsquellen“, um ein höheres Grundeinkommen zahlen zu können, sagt Stützer. "
Heißt: So sieht der Teig momentan aus. Da fehlen noch Zutaten und außerdem muss er noch in den Ofen. Denn aufgebacken wird bei Piraten erst nach Abstimmung auf einem Parteitag.
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