Sonntag, 9. Januar 2011
Digitales Mindmapping
Ich brauche eine Mindmapping-Software, die vorzugsweise webbasiert läuft. Bei lokalen Installationen habe ich zwar meine Daten bei mir - doch ich arbeite sowieso überwiegend internetbasiert, womit sämtliche Inhalte prinzipiell unsicher sind. Das ist vorab zu entscheiden, ob man dieses Risiko eingehen möchte.
Möchte man es nicht, mach ich Mindmapping mit Zettel und Stift.
Alternativen zu Zettel und Stift
bubbl.us - Fühlt sich lightweight an und lässt ohne Account rumprobieren. Sehr gute Nutzerführung, obgleich scheinbar keine Links und Bilder möglich sind. Rein textbasiert. Speichern und Bildexport scheinen möglich zu sein, wenn auch nur mit registriertem Account.
MindMeister - Schaut auf den ersten Blick gut aus, hat aber einen Haken im Preismodell: Die kostenlose Variante lässt nur drei Mindmaps zu, die nächste Stufe kostet 39 € / Jahr. Könnte sich zwar rechnen, aber zum Ausprobieren kommt das für mich erstmal nicht in Frage.
Mindomo - Webbasiert und ebenfalls mit Bezahlmodell. Allerdings bietet die kostenlose Variante sieben private Mindmaps und öffentliche Mindmaps können unbegrenzt angelegt werden. Da sogar noch eine Bildexportfunktion in der kostenlosen Variante inbegriffen ist, welcher sehr gute Qualität liefert, reicht mir das eher als MindMeister. Die Werkzeugleiste enthält eine mächtige und für mich übersichtliche Sammlung an Funktionen.
NACHTRAG 20111124: Mindomo nun mit Präsentationswerkzeug für schnelle Folienumsetzungen auf Basis von Mindmaps. ![]()
Mind42 -Dieses Werkzeug bietet eine sehr intuitive und übersichtliche Nutzerführung. Allerdings besitzt es bei weitem nicht soviel Funktionen wie Mindomo. Export funktioniert ebenso reibungslos und qualitativ hochwertig wie bei Mindomo. Als übersichtliches schnelles Tool könnte es Mindomo voraus sein, wenn man nicht soviele Funktionen benötigt.
WiseMapping - Mehr Möglichkeiten als z.B. bubbl.us (Icons, Smileys ...), allerdings auch keine so intuitive Nutzerführung. Da ich vor allem mit dem Verbinden und Verschieben von Einträgen nicht auf die schnelle zurandegekommen bin, hat meine Ungeduld weiteres Probieren verhindert. Speichern und Export wäre möglich.
Mind42 & Mindomo
Als Mindmapper werde ich Mind42 für schnelle und einfache Lösungen verwenden, wohingegen Mindomo für die großen komplexen Anforderungen (z.B. mit Querverbindungen) verwendet wird. Mit der Zeit entsteht vielleicht hier noch eine allgemeine Vorliebe für eines der beiden Werkzeuge.
Donnerstag, 30. Dezember 2010
Welcher Web 2.0-Dienst für welche Inhalte?
Web 2.0 wird im Optimalfall in den Tagesablauf eingebunden. Ein schnelles Verfassen von Beiträgen ohne große Vorbereitungen (Logins, Einstellungen etc.) ist die Voraussetzung, um Web 2.0-Dienste während der Arbeitszeit zu verwenden.
Dazu gehört ebenfalls, dass abhängig vom Inhalt der Veröffentlichung jeweils verschiedene Plattformen geeignet sind. Ich werde versuchen mein eigenes Web 2.0-Umfeld dazustellen und eine kleine inhaltliche Strategie zu formulieren. Ich benutze:
- Social Bookmarking
- Micro-Blogging
- Blogging
- Social Networking (meint hier einen Dienst mit in einer Zeitleiste angeordneten Beiträgen von Kontakten, kurz: Facebook)
- Kollaborationsdienst / Wiki
Welcher spezielle Dienst jeweils verwendet wird, sollte nicht von Belang sein.
Welche Arten von Inhalten liegen überwiegend vor?
- Kurze Eindrücke, Ideen, einfache (nicht zwingend länger auszuformulierende) Gedanken
- Links
- Längere Gedankengänge, oftmals erst über mehrere Tage zu entwickeln / formulieren
- Wissenselemente, die man selbst kategorisieren und ordnen möchte
- Privates / Witziges / Belangloses, mit dem man die Welt in den Wahnsinn treiben möchte
Belassen wir's dabei - man kann es noch feiner aufteilen und es fehlen sicherlich einige Punkte. Aber erweiterbar ist es allemal, sofern man einen ersten Hinweis auf die Aufteilung gefunden hat. Gehen wir die Inhaltsarten durch:
Kurze Eindrücke, Ideen, einfache (nicht zwingend länger auszuformulierende) Gedanken
Micro-Blogging, Social Networking
Evtl. bietet es sich an, jeweils berufliche und private Accounts separat anzulegen. Dafür gibt es Pro und Contra. Eine Strategie, dass man einen Web 2.0-Account auf nur bestimmte Inhalte beschränkt, sollte sowieso immer definiert werden. (Z.B. dass man in Twitter nur berufliche Aspekte eines bestimmten Themas veröffentlicht, aber z.B. keine Produktlinks aus seinem eigenen Webshop etc.)
Links
Social Bookmarking, Micro Blogging, Blogging (wenn man darüber ausführlicher berichten möchte), Social Networking, Wiki
Links kann man überall verteilen. Auch hier gilt, dass man eventuell inhaltliche Filter in bestimmten Web 2.0-Accounts festgelegt hat, die man dann beachten muss. (Keine Werbelinks in Facebook z.B., dann lieber nur im eigenen Wiki und im Social Bookmark-Dienst.)
Längere Gedankengänge, oftmals erst über mehrere Tage zu entwickeln / formulieren
Blogging, Social Bookmarking (Link zu Blog), Micro-Blogging (Link zu Blog), Social Networking (Link zu Blog), Wiki (Link)
Die Promotion von Blogeinträgen über die restlichen Web 2.0-Dienste sollte obligatorisch sein, aber fällt ebenfalls unter mögliche Filterdefinitionen: Nicht jeder Blogeintrag ist so weltbewegend, dass er über Facebook alle Kontakte nerven muss.
Wissenselemente, die man selbst kategorisieren und ordnen möchte
Wiki, Blogging (und alle oben genannten)
Hauptsächlich verwende ich ein Wiki als Wissensdatenbank. Möchte man einen Wissensaspekt ausformulieren und für die Außenwelt freigeben, bietet sich zudem ein Blogeintrag an.
Privates / Witziges / Belangloses, mit dem man die Welt in den Wahnsinn treiben möchte
Social Networking
Ich versuche Belangloses überwiegend zu vermeiden. Allerdings steckt in jedem von uns ein Narr im Eulenspiegelschen Sinne. Wenn also der Schelm in uns Rederecht erhalten soll, ist ein Social Networking-Dienst die richtige Adresse. Micro-Bloggings halte ich von so etwas grundsätzlich frei, da ich dies als eher stark beruflich konzentriert festgelegt habe. - Es gelingt nicht immer.
Fehlt nur noch die Möglichkeit alle Dienste möglichst komfortabel zu verbinden und aus einer Übersicht / einer Software heraus alles ergonomisch zu erreichen. Hat jemand eine Lösung / Tipp?

