Samstag, 30. April 2011
Moodle-Dienstleistungen
Seit nunmehr einem Jahr (Stand April 2011) bin ich hauptverantwortlicher Moodle-Administrator und medientechnischer Leiter für E-Learning-Aktivitäten an der Hochschule Deggendorf.
Da ich während dieser Zeit immer wieder mal von "Moodle-Kollegen" um Rat gefragt wurde und die ein oder andere Veranstaltung zum Thema Moodle durchgeführt habe, möchte ich noch in diesem Jahr mit einer Veranstaltungsreihe zum Thema Moodle-Administration starten.
Ob das ganze ein Workshop oder vermehrt Diskussionscharakter haben wird, bestimmen die Teilnehmer. Sobald konkretere Infos vorliegen, werden diese hier zu finden sein.
Ansonsten einfach mir mailen!
Sonntag, 30. Januar 2011
Finden von Märkten für Freiberufler
Wie oft hatte ich Ideen, die ich dann immer in einer Art Todo-Liste sammle und nach Priorität sortiere!? Dabei berechne ich die Priorität unter anderem mit einer übersichtlichen Formel mit den Variablen "Warum gerade jetzt?", "Was springt dabei raus?", "Wieviel Aufwand ist es?", "Macht es denn auch Spaß?" und ähnliches.
Das aber nur am Rande.
Diese Projekte nimmt man sich vor und es entstehen Dinge wie das Musikvideo Crazy Dayzz von CRUIZZEN, das Big-Screen-Movie-Project SpotBlitz oder meine Bedienbaren Produktbilder.
Oft sieht man sich nach der Erstellung eines ersten Proof-of-Concepts am Telefon hängen und Briefe schreiben, um interessierte Kunden zu gewinnen. Eigentlich ist dies ja schonmal grundsätzlich ein verkehrter Weg. Das klingt nämlich - wenn ich jetzt mal kritisch-ehrlich bin - so, als würde ich etwas realisieren, was mir grad in den Sinn kommt und versuche danach zu schauen, ob das jemand gebrauchen kann.
Sollte der Relevanztest nicht vorher kommen? "Schau 'mer mal, was dort draußen gebraucht wird, nehmen die Dinge raus, die wir können und wir gucken, was uns davon am meisten interessiert.
Ich werd mich gleichmal an die Durchsicht meiner Todo-Liste machen, was nun noch übrigbleibt.
Dienstag, 4. Januar 2011
Projektabrechnungen, Provision, Beziehung Kunde-Dienstleister
Früher war es mit Auftragsvergabe und Auftragsannahme einfach (und manchmal ist es das auch heute noch):
Es entsteht irgendwo die Nachfrage nach der Erledigung einer Aufgabe. Irgendwie findet man jemanden, der diese Tätigkeit erledigen kann - weil dieser Jemand das früher schon mal gemacht hat oder weil der Jemand regional bekannt für die Erledigung dieser Tätigkeit ist.
Nach getaner Arbeit schreibt der Auftragnehmer eine Rechnung an den Auftraggeber, dieser bezahlt und alle warten auf weitere Geschäftsanbahnungen.
Heute liegt irgendwo eine offene Aufgabe rum. Die ist komplex. So eine komplexe offene Aufgabe in dieser speziellen Form hat es beim potentiellen Auftraggeber noch gar nicht gegeben. Also gesucht nach einem fähigen Auftragnehmer.
Den findet man heute im einfachsten Fall über Bekannte, die jemanden kennen, der so etwas mal gemacht haben könnte. Also wird der Auftrag vermittelt und der Vermittelte erscheint zum Kennenlerngespräch und Projekt-Kick-Off beim Auftraggeber.
Zeitsprung: Der Auftrag kam zustande, wurde durchgeführt und zur Zufriedenheit des Kunden / Auftraggebers abgewickelt.
Welche Beteiligten stehen nun im virtuellen Projektraum?
- Endkunde / Auftraggeber
- Projektvermittler
- Auftragnehmer
Die Frage ist nun, in welchen Szenarien man in welcher Form Abrechnungen, Provisionszahlungen u.ä. von wem zu wem übergibt.
Szenario A - Reine Projektbeziehung zwischen Endkunde und Auftragnehmer
Die Rolle des Projektvermittlers ist immer die zentrale, da dieser als Dreh- und Angelpunkt fungiert. In einer reinen Projektbeziehung gehen wir von folgenden Eigenschaften der Vermittlerrolle aus:
- Freundschaftsvermittlung ohne aktive aufwändige Suche
- kein aktives Tätigwerden im weiteren Projektverlauf
Unter dem Gesichtspunkt, dass eine Rechnung immer zwischen Leistungsgeber und Leistungsempfänger gestellt werden sollte, ergibt sich für Provision und Rechnungsverlauf folgendes:
- keine Provision - oder wieviel ist die Herausgabe des Wissens über einen potentiellen Projektdurchführer wert? Da spielt sicherlich auch die Beziehung zwischen Endkunde und Vermittler eine große Rolle (z.B. ob es auch andersherum Auftragsvermittlungen gibt). Allgemein also: Verhandlungssache.
- Rechnung von Auftragnehmer an Endkunde
Szenario B - Reine Projektbeziehung zwischen Endkunde und Auftragnehmer mit umfangreicher Vermittlungstätigkeit
Rolle des Vermittlers:
- Aufwändige Suche bzw. Vorabgespräche nach möglichen Projektbeteiligten
- kein aktives Tätigwerden im weiteren Projektverlauf
Folgen für Abrechnung:
- Provision, vorher definiert. Möglich: Provision durch den Endkunden für Finden eines Auftragnehmers oder Provision durch Auftragnehmer für Auftragsvermittlung. Verhandlungssache.
- Rechnung vom Auftragnehmer an Endkunde, Rechnung über Vermittlungsleistungen vom Projektvermittler an den jeweiligen Provisionsgeber
Nach dem Grundsatz der Rechnungsstellung vom Leistungsgeber zum Leistungsnehmer sollte der Projektvermittler nicht die Endkundenrechnung weiterleiten. Er könnte zwar darin dann einfacher eine Provision einrechnen. Jedoch wird erstens die Übersichtlichkeit von Leistungsflüssen aufgeweicht und zweitens ist es für einen Endkunden eventuell etwas undurchsichtig, wenn während der Durchführung immer mit dem Auftragnehmer kommuniziert wurde und auch mögliche Änderungen in Umfang und bzgl. Kosten durchgeführt wurden und dann ein Dritter diese Leistungen in Rechnung stellt.
Szenario C - Projektteam mit Projektvermittler als Teil davon
Hiermit ist gemeint, dass zusätzlich zur Vermittlung auch produktive Tätigkeiten innerhalb des Projektes durch den Projektvermittler übernommen werden. Er ist möglicherweise damit auch Projektleiter, der die kommunikative Schnittstelle mit dem Endkunden übernimmt.
In diesem Fall kann man seine Rolle so zusammenfassen:
- Aufwändige Suche bzw. Vorabgespräche nach möglichen Projektbeteiligten
- aktives Tätigwerden im weiteren Projektverlauf
Folgen für Abrechnung:
- keine Provision, evtl. aber auch eingerechnet in das Honorar der im Rahmen des Projektes übernommenen Tätigkeiten
- Rechnung vom vermittelten (helfenden) Auftragnehmer an den Projektvermittler / -leiter, sowie vom Projektvermittler / -leiter an den Endkunden
Szenario D - Abwandlung wegen Markenpflege, Umsatzsteuerbefreiung etc.
Man kann sich in diesem Zusammenhang einige Ausnahmen konstruieren, die den Weg der Rechnungsstellung unter Umständen etwas anders gestalten.
Ist ein Projektvermittler zwar im Rahmen der Projektausführung nicht aktiv beteiligt, möchte aber selbst die Rechnung an den Endkunden stellen, um sein Unternehmen bei einem Stammkunden bekannt zu halten, ist dies natürlich legitim. Jedoch ist allen Beteiligten von vornherein diese Vorgehensweise zu kommunizieren. Ansonsten besteht die Gefahr, dass beim Endkunden Verwunderung entsteht, wenn er zwar über mehrere Wochen ausschließlich mit dem Auftragnehmer zusammenarbeitet, jedoch die Rechnung plötzlich vom Projektvermittler geschickt wird.
Ebenso verhält es sich, wenn der Projektvermittler von der Umsatzsteuer befreit ist (z.B. ist er Kleinunternehmer). Zur Umsatzsteuerabrechnung kann es dann einfacher sein, wenn die Rechnung vom nicht-umsatzsteuerbefreiten Auftragnehmer direkt an den Endkunden geht, obwohl der Projektvermittler als Projektleiter tätig war. (Soll vorkommen, dass auch Kleinunternehmer Mehr-Dienstleister-Projekte leiten.)
Für alle Szenarien gilt: Kommunikation mit allen Beteiligten über die Abwicklung ist vor Projektbeginn nicht nur sinnvoll, sondern unabdingbar, um böse Überraschungen zu vermeiden.

