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    <title>Krealyt - Technosophie</title>
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    <description>Verstehen und erschaffen.</description>
    <dc:language>de</dc:language>
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    <pubDate>Sun, 29 Jan 2012 10:20:20 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Krealyt - Technosophie - Verstehen und erschaffen.</title>
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    <title>Informationsbefreiung und Bewegt.Bild.Befreiung</title>
    <link>http://www.invidea-media.de/krealyt/archives/21-Informationsbefreiung-und-Bewegt.Bild.Befreiung.html</link>
            <category>Technosophie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Manuel Ziegler)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;ANMERKUNG: &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;Dieser Eintrag bezieht sich überwiegend auf ein momentan auf Eis liegendes Projekt: &lt;a href=&quot;http://Bewegt.Bild.Befreiung&quot;&gt;Bewegt.Bild.Befreiung.&lt;/a&gt; Deshalb wurde dieser Eintrag zur Verallgemeinerung leicht verändert.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wenn man Internetinhalte in die Realwelt befördern möchte - sozusagen Online und Offline zu verschmelzen -, dann ist das doch eigentlich eine Art Informationsbefreiung: Die Freilassung der im Internet befindlichen Informationsmassen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wie hat man sich das vorzustellen? Ich stehe in meiner Lieblingsstadt vor meinem Lieblingsdom und stelle einem unscheinbaren Gerät die Frage: &amp;quot;Wann wird dieser Dom wohl erbaut worden sein?&amp;quot; Das Gerät holt Infos aus dem Netz und gibt mir die korrekte Antwort.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ich brauche kein unhandliches, schwer zu tragendes Gerät mit einem Internetzugang (möglichst Wireless und hoffentlich ohne Zugangsschutz), sondern ich gehe noch viel unsichtbarer online. Ich merke quasi gar nicht, über welchen Weg ich die Infos erhalte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Informationsbefreiung.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;del&gt;Nun gut, aber was hat dies jetzt mit &lt;a href=&quot;http://Bewegt.Bild.Befreiung&quot;&gt;Bewegt.Bild.Befreiung&lt;/a&gt;&amp;#160; zu tun? Dieser Weblog muss doch jetzt nicht etwa umbenannt werden?&lt;/del&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;del&gt;Ich denke: Nein.&lt;/del&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;del&gt;Mein Gedankengang funktioniert so: &lt;/del&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Vor Zeiten des Internets gingen wir durch eine reale Welt und haben überall sich bewegende Bilder erfasst. Ausnahmen waren immer schon bestimmte Medien: Zuerst Druckerzeugnisse und später eben statische Internetseiten. Der Rest war animiert - real-animiert.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Seitdem sich das Internet nun entwickelt, hat es gelernt sich zu bewegen: Videos wurden integriert, interaktive Nutzeroberflächen bewegen sich je nach Aktion des Konsumenten etc.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Jedoch sind diese Animationen eingesperrt in das untragbare oder auch mobile Gerät - Laptop, Computer, Handy etc. Wie in einem Gefängnis können wir als Konsumenten diese Inhalte nur erfahren, wenn wir quasi auf Besuch kommen und uns vor das Gerät setzen / es vor uns halten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir diese bewegten Informationen nun so in unsere reale Welt integrieren, dass so eine festgelegte räumliche Umgebung nicht nötig ist, haben wir die Informationen befreit. Und diese Informationen sind bewegte Informationen. Und wenn wir über statische Webseiten sprechen, so werden diese statischen Informationen auf bewegte Art in die Realwelt eingebaut - z.B. durch Audioausgabe.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Im Prinzip führen wir diese Informationen der bewegten - unserer natürlichen Erlebensweise entsprechenden - Form zu.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das ist der geschlossene Kreis von Informationsbefreiung zu Bewegt.Bild.Befreiung. Wir werden dies&lt;del&gt;es Projekt&lt;/del&gt; also im Sinne von verschiedenen Informationsarten verstehen und nicht nur im Sinne von Videos. Bewegt.Bild.Befreiung&amp;#160; hat immer etwas mit der Verbindung von Online und Offline zu tun. Das Verbundene werden Videos aber auch statische Texte sein, die der gelebten, animierten und bewegten Welt zugeführt werden.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 01 May 2011 16:46:35 +0200</pubDate>
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    <title>Bewegte Bilder befreien - woraus?</title>
    <link>http://www.invidea-media.de/krealyt/archives/19-Bewegte-Bilder-befreien-woraus.html</link>
            <category>Technosophie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Manuel Ziegler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Sie sitzen doch nirgends fest - oder wer hat sie eingesperrt?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Frage ist, wo wir momentan Bewegtbild konsumieren: Im Netz. Im TV. Mobil?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wie finden wir diese Videos? Wer sagt, was wann wie laufen soll?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Meine These ist, dass Bewegtbildinhalte durchaus eingesperrt sind hinsichtlich der Tatsache, dass wir als Konsumenten nicht frei entscheiden können was wir in welcher Reihenfolge sehen wollen. Wir suchen umständlich nach der ein oder anderen Thematik, sehen ein abgeschlossenes vorab definiertes Video und suchen wieder weiter.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Nichts hilft uns dabei bewegte Informationen unterwegs zu erhalten, wo man sie braucht.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;del&gt;Diese abstrakten Überlegungen werden hier in Praxis umgesetzt. Ich bin ebenso gespannt wie alle Mitlesenden.&lt;/del&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dies soll erstmal nur als Grundüberlegung für ein Projekt dienen, das momentan auf Eis liegt: Bewegt.Bild.Befreiung.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 04 Feb 2011 10:49:56 +0100</pubDate>
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    <title>Das Zepter dem Betrachter</title>
    <link>http://www.invidea-media.de/krealyt/archives/18-Das-Zepter-dem-Betrachter.html</link>
            <category>Technosophie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Manuel Ziegler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Die Regel für die Definition von Bewegtbildinhalten war seit jeher, dass ein Hersteller das Format (inhaltlich und technisch) definiert und der Konsument die Inhalte eben so hinnehmen musste.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ein großes Ziel ist es, dies umzukehren. Um dies zu schaffen, muss einerseits der Hersteller die technischen Formate offenhalten bzw. mehr Flexibilität zulassen. Ein Problem ist hierbei, dass prinzipiell schon die einfachsten Gesichtspunkte sehr schwierig zu erfüllen sind. Eine Projektion auf Großleinwand setzt grundsätzlich schon eine hochauflösende Produktion voraus.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Je breiter die Einsatzmöglichkeiten sind, die durch die Produktion festgelegt sind, desto näher kommen wir unserem Ziel.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Neben den technischen Gesichtspunkten sind auch die inhaltlichen wichtig. Der Zuseher muss bestimmen, was wann in welcher Form zu ihm kommt. Dies kann die Anordnung von Bildern, die Reihenfolge oder noch weitere Punkte betreffen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Da bin ich mal gespannt, wie man das definiert, auflistet und dann vor allem umsetzt.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 03 Feb 2011 21:36:35 +0100</pubDate>
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    <title>Slogan für stART11 gesucht</title>
    <link>http://www.invidea-media.de/krealyt/archives/15-Slogan-fuer-stART11-gesucht.html</link>
            <category>Technosophie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Manuel Ziegler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.startconference.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;stART&lt;/a&gt; ist eine Konferenz über Kunst, Kultur und Social Media. Momentan wird &lt;a href=&quot;http://kulturmanagement.wordpress.com/2011/01/20/wir-suchen-den-slogan-der-start11/&quot; target=&quot;_blank&quot; title=&quot;Slogan für stART11&quot;&gt;für die 2011er Auflage ein Slogan &lt;/a&gt;gesucht.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ich habe mich für folgende drei Favoriten entschieden:&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Transmedia Express&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;The Art of Storytelling&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;web-telling 2011&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Gedanke des Transmedialen ist mir sehr wichtig: Da geht es nicht nur um nebeneinanderstehende Medienkanäle, sondern die &lt;a href=&quot;/bewegtbildbefreiung/archives/14-Transmedial-vs.-multimedial.html&quot;&gt;integrierte Nutzung von verschiedenen Kanälen über eine Geschichte&lt;/a&gt; hinweg. Ein Verweben von allem Vorhandenen. (Für mich geht das sogar über das Digitale hinaus und reicht bis in die analoge Realwelt hinein.)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Transmedia Express&lt;/strong&gt;: Da steckt Geschwindigkeit und Produktivität drin. Es schwingt aber auch dieses weltumspannende für mich mit: Transkontinental, transsibirische Eisenbahn - ich brainstorme. Und genau das bedeutet, dass dieser Slogan für mich viel Inspiration bereithält.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Definitiv mein Favorit!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The Art of Storytelling &lt;/strong&gt;hat diese Breite nicht ganz. Trotzdem finde ich es wichtig, dass der Kunstaspekt nicht verlorengeht. Storytelling hat mit Kreativität zu tun, es geht um erfundene, erdachte Inhalte - das Künstlerische / Künstliche ist daraus nicht wegzudenken. Und das in einem technischen Umfeld: Wie toll unser Tätigkeitsfeld doch ist! &lt;img src=&quot;http://www.invidea-media.de/krealyt/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;web-telling 2011 &lt;/strong&gt;- diese Sache ist vielleicht die verständlichste meiner Auswahl für Außenstehende. Der Bezug zum Web ist verdeutlicht. (Obwohl mir das nicht so wirklich gefällt.) Mehr fällt mir dazu nicht ein.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt; Zwischenstand&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Momentan hinkt mein Favorit noch hinterher und es führt &amp;quot;stART11 - Die Kunst des Digitalen Erzählens&amp;quot; und &amp;quot;The Art of Storytelling&amp;quot;. Damit könnte ich durchaus leben. Ich freu mich auf die stART11. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 21 Jan 2011 11:44:27 +0100</pubDate>
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<item>
    <title>Transmedial vs. multimedial</title>
    <link>http://www.invidea-media.de/krealyt/archives/14-Transmedial-vs.-multimedial.html</link>
            <category>Technosophie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Manuel Ziegler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Multimedia&lt;/strong&gt; ist Oldschool: Ich nutze für eine Botschaft verschiedene Medienkanäle. Diese stehen lose nebeneinander, die inhaltlichen Verbindungen sind minimal.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Transmediale Herangehensweisen&lt;/strong&gt; verbinden meiner Ansicht nach auf inhaltlicher Ebene diese diversen Medienkanäle. Ein Plakat weist auf eine Online-Aktion hin. Dort trägt man sich ein und trifft sich in der Realwelt auf einer Konferenz zu einem Thema. Auf dieser Konferenz sollen verschiedene Gruppen jeweils unterschiedliche Bereiche dieses Themas beleuchten und mit Video / Bildern / Texten die Ergebnisse dokumentieren und wieder online zur Verfügung stellen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; Während bei &lt;em&gt;Multimedia &lt;/em&gt;die Medienkanäle jeweils für sich selbst stehen können, sind die Medienkanäle bei &lt;em&gt;Transmedia &lt;/em&gt;stärker verknüpft.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 21 Jan 2011 10:09:07 +0100</pubDate>
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    <title>Multi User Dungeon - Second Life als Text?</title>
    <link>http://www.invidea-media.de/krealyt/archives/9-Multi-User-Dungeon-Second-Life-als-Text.html</link>
            <category>Technosophie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Manuel Ziegler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Eine von mir aufgestellte These: Multi User Dungeons (MUDs) sind so alt wie die Idee des Internet als weltumspannendes Netz.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Vorstellung von der Teilnahme am Leben in virtuellen Welten ist &lt;br /&gt;
seit jeher mit verknüpft mit Künstlicher Intelligenz (KI). Das Eintippen&lt;br /&gt;
 von Äußerungen und Tätigkeiten für den virtuellen Stellvertreter &lt;br /&gt;
(Avatar) lässt eine Antwort, eine Reaktion erwarten. Ohne KI könnte ein &lt;br /&gt;
rechnerbetriebenes System keine genügend interessanten Rückantworten &lt;br /&gt;
bieten. Eine Alternative wäre dann höchstens eine verstärkte &lt;br /&gt;
Kommunikation zwischen den menschlichen Teilnehmern über das &lt;br /&gt;
rechnergestützte System als Kommunikationsmittel.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Qualität des MUD ist damit Abhängig von der Flexibilität der &lt;br /&gt;
Eingabeverarbeitung: Wie werden die Nutzereingaben der Spieler &lt;br /&gt;
verarbeitet?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wir stecken hier mitten in einer Fragestellung von Interaktivem Geschichtenerzählen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Aber ist diese Frage nicht tatsächlich auch der Schlüssel zur Lösung &lt;br /&gt;
des Problems, warum Second Life nur Hype war und nicht neue &lt;br /&gt;
Massentechnologie wurde? Fehlt Second Life nicht gerade die Fähigkeit &lt;br /&gt;
automatisierte Geschichtenabläufe zu integrieren? Ist dies mit KI &lt;br /&gt;
alleine überhaupt möglich? Und wenn es nicht möglich ist, würden &lt;br /&gt;
vielleicht Autoren weiterhelfen, die bestimmte Handlungsstränge in das &lt;br /&gt;
System integrieren? Sozusagen Drehbuchautoren in Fließbandarbeit? (Nein,&lt;br /&gt;
 Soap-Operas wollen wir nicht im Second Life!)&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Also die Vorstellung ist vielleicht auf den ersten Blick revolutionär&lt;br /&gt;
 - für mich zumindest. Aber ist das nicht vorher schonmal auch bei MUDs &lt;br /&gt;
angedacht? Wie wurde da der grobe Handlungsverlauf erreicht? Bestimmten &lt;br /&gt;
die Spieler den Verlauf selbst? War das wirklich ein selbstlaufendes &lt;br /&gt;
Szenario? Oder gab es einen vorab fest definierten und zeitlich &lt;br /&gt;
begrenzten Ablauf, der dann irgendwann zu Ende war und dessen feiner &lt;br /&gt;
Handlungslauf gerade den Reiz ausmachte?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Um dies festzustellen werde ich in die Welt von MUDs eintauchen &lt;br /&gt;
müssen. Eine Interaktive Geschichte wird an MUDs nicht vorbeikommen, da &lt;br /&gt;
es prinzipiell die ersten Interaktiven Geschichten des weltumspannenden &lt;br /&gt;
Netzes waren.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Neues folgt.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 07 Jan 2011 21:49:21 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Technik beim Erweitern von MUDs</title>
    <link>http://www.invidea-media.de/krealyt/archives/7-Technik-beim-Erweitern-von-MUDs.html</link>
            <category>Technosophie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Manuel Ziegler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;In einem meiner letzten&lt;a target=&quot;_self&quot; _mce_href=&quot;http://invidea.wordpress.com/2009/03/31/multi-user-dungeon-second-life-als-text/&quot; href=&quot;http://invidea.wordpress.com/2009/03/31/multi-user-dungeon-second-life-als-text/&quot;&gt; Artikel über Multi-User-Dungeons&lt;/a&gt; habe ich mich gefragt, wie der Ablauf einer Geschichte in MUDs definiert wird. An meinem ersten Tag im &lt;a target=&quot;_blank&quot; _mce_href=&quot;http://wl.mud.de&quot; href=&quot;http://wl.mud.de/&quot;&gt;Multi-User-Dungeon Wunderland&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
 habe ich zwar noch keinen Einblick in die Technik des Storytelling im &lt;br /&gt;
Besonderen erfahren, jedoch bin ich über Erkenntnisse bei der &lt;br /&gt;
Erweiterung der vorhandenen Welt durch Objekte gestolpert.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Definition von Objekten in Multi-User-Dungeons&lt;/h2&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es ist ganz interessant, welcher - in diesem Fall &lt;br /&gt;
programmiertechnisch - objektorientierte Ansatz verwendet wird: Objekte &lt;br /&gt;
definieren Funktionen, die für diese Objekte erlaubt sein sollen. Wird &lt;br /&gt;
also ein Objekt Kerze definiert, erhält diese z.B. die Funktion &lt;em&gt;nimm&lt;/em&gt; verpasst. Gibt dann ein Spieler den Befehl &lt;em&gt;nimm kerze&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 ein, ruft das System die zugehörige Funktion auf und kann &lt;br /&gt;
Manipulationen / Anpassungen im Spiel durchführen oder Ausgaben &lt;br /&gt;
veranlassen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wenn ein Objekt Kerze dann eventuell noch Attribute - wie etwa einen &lt;br /&gt;
Ort - besitzt, kann man sich als Programmierer gut vorstellen, wie das &lt;br /&gt;
Grundkonzept eines solchen MUD technisch realisiert ist. (In diesem Fall&lt;br /&gt;
 wandert die Kerze vom Tisch ins Inventar des Spielers.)&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Storytelling durch Objektattribut-Regeln&lt;/h2&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Kann man jetzt bereits auf mögliche Storytelling-Vorgehensweisen &lt;br /&gt;
kommen? Nun, die Welt kann damit über Ausgaben an den Spieler recht &lt;br /&gt;
einfach beschrieben werden. Damit ist die Umgebung des Spielers schnell &lt;br /&gt;
&amp;quot;erzählt&amp;quot;.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wenn sich ein Spieler durch die Spielwelt bewegt, kann er zu &lt;br /&gt;
dynamischen Objekten wie Monstern oder anderen Nicht-Spieler-Charakteren&lt;br /&gt;
 (NPCs) gelangen. Diese erhalten - wie im Beispiel von Wunderland - eine&lt;br /&gt;
 vom System wiederholt aufgerufene Funktion, wenn der Spieler in ihrem &lt;br /&gt;
Bereich (Raum) ist.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Eine Geschichte entsteht nun durch die Vorgabe eines Ziels und das &lt;br /&gt;
Setzen von bestimmten damit in Zusammenhang stehenden Objekten. Dadurch &lt;br /&gt;
kann man eine Storyline schon sehr stark bestimmen, da man ein &lt;br /&gt;
festgelegtes Ende und damit das Ziel einer Geschichte nur erreichen &lt;br /&gt;
kann, wenn bestimmte Objekte bestimmte Eigenschaften aufweisen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dies kann z.B. bedeuten, dass ein Abenteuer (Quest) erst beendet ist, wenn das Objekt &lt;em&gt;Prinzessin Erbse&lt;/em&gt; (ein NPC) die Eigenschaft &lt;em&gt;befreit&lt;/em&gt; besitzt. Diese Eigenschaft wird nur zugewiesen, wenn der Spieler das Objekt &lt;em&gt;Schlüssel&lt;/em&gt; im Objekt &lt;em&gt;Schloss&lt;/em&gt; umgedreht hat. Und dazu muss er den Schlüssel vorab vom &lt;em&gt;Zauberer Torwächter&lt;/em&gt; erfolgreich stibitzt haben, was das System wieder nur durch bestimmte Vorgaben zulässt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Eine Storyline ist dadurch sehr wohl bereits ohne weitere &lt;br /&gt;
Voraussetzungen erreichbar. (Das klingt als wäre es einfach ein MUD zu &lt;br /&gt;
implementieren. Das ist es nicht. Aber darum geht es hier auch nicht.)&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Voraussetzungen für das rechnergestützte Erzählen von Geschichten&lt;/h2&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Damit kann man - unabhängig vom Konzept der Multi-User-Dungeons - Storytelling durch folgende Aktionen erreichen:&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Ausgaben an den Nutzer (z.B. in Form von Text, Gestik und Mimik eines NPC, Videos, etc.)&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Verarbeitung von Nutzereingaben (unter Beachtung einer definierten &lt;br /&gt;
Syntax / Sprache, im Optimalfall menschlicher Sprachverarbeitung, bei &lt;br /&gt;
MUDs z.B. auch festgelegten Befehlen)&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/ul&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Letzteres ändert Eigenschaften von Objekten und die Attribute des &lt;br /&gt;
Systems durch Aufruf der entsprechend definierten Funktionen. Damit &lt;br /&gt;
folgen wieder die Nutzerausgaben, auf die der Nutzer wieder mit zu &lt;br /&gt;
verarbeitenden Eingaben reagiert. (Ja, das ist das übliche Prinzip &lt;br /&gt;
Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe, jedoch nochmal klar und deutlich für ein &lt;br /&gt;
Storytelling-System präsentiert.)&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Geschichte muss &amp;quot;nur noch&amp;quot; festlegen, welche Regeln beim &lt;br /&gt;
Durchlaufen der Geschichte eingehalten werden sollen. Das wird durch &lt;br /&gt;
oben genannte programmierte Funktionen erreicht. So darf der Nutzer &lt;br /&gt;
beispielsweise nicht von Punkt A nach C, wenn er nicht vorher von A nach&lt;br /&gt;
 B gewandert ist. Örtliche und logische Einschränkungen sind damit &lt;br /&gt;
erreichbar.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Jetzt werd&#039; ich mir dieses Wunderland mal inhaltlich genauer &lt;br /&gt;
vornehmen. Bei weiteren Erkenntnissen gibt es an dieser Stelle auch &lt;br /&gt;
wieder Infos.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 07 Jan 2011 21:34:31 +0100</pubDate>
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    <title>Schwierigkeitsgrad und Demotivation bei MUDs</title>
    <link>http://www.invidea-media.de/krealyt/archives/6-Schwierigkeitsgrad-und-Demotivation-bei-MUDs.html</link>
            <category>Technosophie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Manuel Ziegler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Na und? Klar, Warmduscher werden auch demotiviert, wenn die &lt;br /&gt;
Wassertemperatur unter eine Erträglichkeitsschwelle sinkt. Lieber &lt;br /&gt;
duschen sie dann nicht.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bei Multi User Dungeons (MUDs) lassen sich nur Lamer vom &lt;br /&gt;
Weitertüfteln abhalten, falls es nicht mehr weitergeht. Außerdem sind &lt;br /&gt;
zahlreiche Mitspieler online, die gerne weiterhelfen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Wieso also überhaupt diese Diskussion?&lt;/h2&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Sinn dieser Diskussion offenbart sich, wenn man den Grund für die&lt;br /&gt;
 Beschäftigung mit MUDs bei invidéa kennt. Vor einigen Wochen wurde ein &lt;br /&gt;
Kunst-Projekt mit der Zielsetzung gestartet, dass Interactive &lt;br /&gt;
Storytelling als Disziplin Kern der Umsetzung sein soll. Als Einstieg &lt;br /&gt;
wollte man verschiedene Medien untersuchen, die sich mit Interaktivität &lt;br /&gt;
beschäftigen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Im Laufe der Recherche ist man auf MUDs gestoßen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ein Kunst-Projekt im Bereich Interactive Storytelling bei invidéa hat&lt;br /&gt;
 natürlich auch Rahmenbedingungen, die vor einer weiteren Diskussion &lt;br /&gt;
betrachtet werden müssen. Eine davon ist, dass die Zielgruppen sehr &lt;br /&gt;
heterogen sind und damit keinerlei umfangreiches Wissen vorausgesetzt &lt;br /&gt;
werden kann.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ein Kunst-Projekt bei invidéa sollte durchaus Möglichkeiten bieten, &lt;br /&gt;
später in Teilbereichen Nutzen in konkreten Projekten zu ziehen. Da es &lt;br /&gt;
bei invidéa um das Transportieren von Inhalten geht, die die Nutzer bzw.&lt;br /&gt;
 die Angesprochenen auf jeden Fall erreichen sollen, dürfen keine &lt;br /&gt;
Hindernisse (wie z.B. ein zu hoher Schwierigkeitsgrad) bestehen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Interactive Storytelling und MUDs&lt;/h2&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wo ist also die Verbindung zwischen der Idee ein Interactive Storytelling-Kunst-Projekt zu kreieren und MUDs?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Über die Recherche nach Interaktivität kam man also zu MUDs. Der &lt;br /&gt;
Grund warum man längere Zeit an MUDs hängen blieb ist, dass man mit der &lt;br /&gt;
Zeit überlegte, warum man nicht das Kunstprojekt als MUD anlegen sollte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Interactive Storytelling und MUDs hängen an sich durchaus zusammen. &lt;br /&gt;
Beim Testen von MUDs kamen wir aber zu der Erkenntnis, dass der Sinn bei&lt;br /&gt;
 MUDs durchaus eine gewisse Tüftelei ist. Für unser Kunst-Projekt mit &lt;br /&gt;
oben genannten Voraussetzungen ist dies aber ein Killer-Kriterium. Die &lt;br /&gt;
Zielgruppen bei möglichen realen Projekten, in die das &lt;br /&gt;
Kunst-Projekt-Schema implementiert werden könnte, würden nicht bereit &lt;br /&gt;
sein, über längere Zeit nachzudenken.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;MUDs nicht bei invidéa?&lt;/h2&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Nun, dann vergessen wir MUDs für unser Projekt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auf der anderen Seite ist die Lösung doch naheliegend. Suchen wir &lt;br /&gt;
einen Drehknopf, mit dem wir den Schwierigkeitsgrad von Hindernissen &lt;br /&gt;
runterdrehen können! An dieser Stelle ist zu definieren, welche Arten &lt;br /&gt;
von Hindernissen es geben kann:&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;ul&gt; &lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Hindernisse beim Bedienen des Systems (nicht-intuitive Bedienung / schlechte Interaktivität)&lt;/li&gt; &lt;br /&gt;
&lt;li&gt;Hindernisse beim inhaltlichen Weiterkommen&lt;/li&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/ul&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das erste Thema bezieht sich dabei auf das &amp;quot;Interactive&amp;quot; und das zweite Thema auf&amp;#160; das &amp;quot;Storytelling&amp;quot;.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Für die invidéa-Zielgruppe ist beim ersten Thema Perfektion &lt;br /&gt;
festzusetzen. Beim zweiten Thema ist der Schwierigkeitsgrad an das &lt;br /&gt;
jeweilige Kommunikationsumfeld anzupassen. Werbung sollte einfach zu &lt;br /&gt;
konsumieren sein, eine Lernumgebung kann die Messlatte etwas höher &lt;br /&gt;
ansetzen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Sind wir fertig?&lt;/h2&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Diskussion hat zu Tage gefördert, dass das MUD-Konzept durchaus &lt;br /&gt;
einsetzbar sind für das Vorhaben bei invidéa. Die Qualität der &lt;br /&gt;
Interaktivität ist allerdings ein zentraler Punkt, der perfekt geplant &lt;br /&gt;
und implementiert werden muss, um keine zu hohen Hindernisse für die &lt;br /&gt;
Nutzer aufzubauen.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 07 Jan 2011 21:19:59 +0100</pubDate>
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    <title>Boykott gegen die Anti-Wikileaks-Front</title>
    <link>http://www.invidea-media.de/krealyt/archives/2-Boykott-gegen-die-Anti-Wikileaks-Front.html</link>
            <category>Technosophie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Manuel Ziegler)</author>
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    &lt;p&gt;Nein, dies ist kein Aufruf zum Boykott, sondern stellt die Frage: Soll man, darf man oder weder noch?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Meine aktuelle Überlegung betrifft einen Online-Bezahldienst. Ich würde grad gerne online ein günstiges Produkt (unter 10 EUR) anbieten. Die Auswahl an möglichst einfach zu bedienenden und auch verbreiteten Dienstleistern für Internet-Bezahlungen ist nicht sehr groß. Da ich allerdings die unternehmenspolitische Entscheidung dieses Anbieters bezogen auf Wikileaks grundsätzlich nicht unterstützen kann, bleibt nur die Möglichkeit, auf die eigentlich priorisierte Zahlungsabwicklung zu verzichten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Schneidet man sich da aber nicht ins eigene Fleisch? Man verliert dadurch sicherlich Käufer, die nicht den aufwändigeren Weg der Per-Hand-Bezahlung gehen möchten. Soll man also doch egoistisch denken und &amp;quot;der größeren Sache&amp;quot; nicht so viel Wert beimessen? Was kann man selbst als kleiner Heini überhaupt ausrichten? Wird ein Großkonzern pleite gehen, wenn man nur noch Würschtel der Konkurrenz kauft?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dieses Denken und das einhergehende Problem ist wohl so alt wie es Handel und Märkte gibt. Es ist die Überlegung des Umweltfreundes, der sich fragt, ob er zum Supermarkt mit dem Rad fahren soll oder doch das Auto nimmt und es ihm dann ins Hirn fährt: &amp;quot;Ach, ich allein richte eh nix aus! Macht ja doch keiner mit.&amp;quot;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Aus diesen Gründen ist die Menschheit verloren - weil wir einfach unfähig sind, Eigenverantwortung für die übergeordneten gesellschaftlichen Ziele zu übernehmen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ergo: Ich pfeife auf den sechsbuchstabigen Internet-Bezahldienst. Ich pfeife auf Kunden, die nicht bereit sind mir Geld über die üblichen Realwelt-Wege zu überweisen. ... Oder?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Tja: Wo fängt man an, wo hört man auf? Apple wirft eine Wikileaks-App aus dem App-Store. Das MacBook Pro einschrotten? Die USA stecken dahinter. Nie wieder McDonnie-Burger? Was ist mit Büchern von Amazon? Und: Natürlich habe ich eine MasterCard, die ich dann auch zurückgeben müsste.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Außerdem: Ich bin zwar für den Weg, den Wikileaks beschreitet und würde mich dafür auch einsetzen. Aber ich bin auch gegen Kinderarbeit und Ausbeutung östlicher Hungerlohnarbeiter. Wieviele Bekleidungsgeschäfte muss ich nun boykottieren? Welche Schokoriegel kann ich kaufen, ohne Angst haben zu müssen, dass auch die Löhne der liefernden Bauern zu niedrig sind?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es ist also nicht so einfach, nicht wahr? Wo fängt man an, wo hört man auf? Wie informiert man sich?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Hätte man eine Möglichkeit, sich über sämtliche Unternehmenspraktiken zu informieren - eine Art CompanyLeak sozusagen -, würde man durchaus seine Geschäfte / seinen Konsum danach ausrichten können. Was aber, wenn dann die &lt;strong&gt;eine&lt;/strong&gt; Firma einfach nur Glück hat und man deren dunkle Geschäfte einfach nicht aufgedeckt hat und die Konkurrenz wird boykottiert wegen möglicherweise geringerer Vergehen?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wär richtig mies, nicht wahr?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Also lieber gar nichts tun. Alles so laufen lassen. Die Welt ist nunmal schlecht und wir sind es auch. Auch keine Lösung? Ja, gibt&#039;s das denn auch?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ach was, ich weiß, was ich im vorliegenden Fall mache: Ich verkauf mein Produkt und gebe drei Alternative Bezahlmöglichkeiten, darunter der Online-Bezahldienst. Ich überlasse es dem Kunden, dem Menschen dort draußen. Der Gesellschaft, die dann schon die richtige Lösung finden wird.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bin ich gut aus dem Schneider.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 28 Dec 2010 23:39:11 +0100</pubDate>
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